Die deutsche HIV-Forschung hat in den vergangenen Jahren erfreuliche internationale Beachtung und Annerkennung erlangt. Einerseits haben grundlagenorientierte Wissenschaftler durch Publikationen in renommierten Zeitschriften und innovative Konzepte zum Renommee der bundesdeutschen HIV-Forschung beigetragen. Andererseits hat das Kompetenznetzwerk HIV/AIDS, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), große Anstrengungen unternommen, um mit dem Aufbau einer umfassenden Patientenkohorte den Anschluss an das internationale Niveau auf diesem Gebiet nicht zu verlieren.
Vereinbarungsgemäß zieht sich das BMBF in Kürze nach langen Jahren des finanziellen Engagements als zentraler Förderer aus dem Kompetenznetzwerk HIV/AIDS zurück. Es zeichnet sich dabei ab, dass ein gleichwertiger Ersatz für eine finanzielle Förderung nicht zu erschließen sein wird. Dadurch ist das Kompetenznetzwerk in seiner jetzigen Struktur existentiell bedroht, die Fortführung der Kohorte in Gefahr und der Verbleib der erhobenen Daten ungewiss.
Viele Mitglieder der DAIG sind an der Dokumentation für die Patientenkohorte des Kompetenznetzwerks HIV/AIDS oder an anderen wissenschaftlichen Projekten aktiv beteiligt. Die DAIG appelliert daher an das Kompetenznetz, für eine Fortführung der Patientenkohorte in modifizierter Form zu sorgen. Ziel muss sein, den ethischen Verpflichtungen gegenüber den rekrutierten Patienten sowie den wissenschaftlichen Ansprüchen im internationalen Vergleich gerecht werden zu können.
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Kompetenznetzwerk HIV/AIDS: Quo vadis?
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